Das Wundermittel finden

Wie schafft es das Designstudio Stranger & Stranger, dass bei dem harten Wettbewerb unter den Produkten ein 10 cm großes Etikett auf einer Wein-oder Spirituosenflasche heraussticht?

Von Sarah Snaith

Das Designstudio Stranger & Stranger – mit Büros in London, New York und San Francisco – ist ein Vorreiter im Verpackungs- und Etikettendesign für Alkoholmarken weltweit.

Seine Auftraggeberliste umfasst große Hersteller, wie Martini, den Tequila Jose Cuervo, Jack Daniel’s Tennessee Rye und The Kraken Black Spiced Rum, sowie weniger bekannte Namen, wie den isländischen Wodka Reyka, den Spicebox Canadian Spiced Whisky und die Weinkellerei Paperboy.

Das Motto des Studios – „Don’t fit in. Stand out.“ (Passe dich nicht an. Stich heraus.) – wird bei den Grafiklösungen offensichtlich, zu denen auch Prägung, Folierung und Stanzen gehören. Die Arbeit für Auftraggeber wie den Scotch-Whisky-Hersteller Dewar zeigt, dass das Herausstechen je nach Kundenkreis verschiedene Formen annehmen kann.

Für die globale Modernisierung von Dewar wurde dessen Archiv in Schottland genutzt und die neuen Präsentationsboxen, Etiketten, Flaschenformen und une individuelle Schriftart, alles Referenzen für die Expertise des Unternehmens. Stranger & Stranger ist sich der Zielkonsumenten des Produktes und der potenziellen langen Lebensdauer absolut bewusst, die eine Flasche wie der 30 Jahre alte Ne Plus Ultra von Dewar – gedruckt auf dem hochwertigen Zellulosepapier Manter Savile Row Tweed Dark Grey – zuhause erreichen kann.


Der Gründer von Stranger & Stranger, Kevin Shaw, und der Geschäftsführer der Gruppe, Ivan Bell, sagen: „Um eine großartige Verpackung für Alkohol zu kreieren, müssen Sie Ihren Auftraggeber in- und auswendig kennen, Sie müssen wissen, wie deren Welt aussieht und was diese ins Wanken bringt, Sie müssen wissen, wann die Auftraggeber einkaufen, wie sie einkaufen und was sie heutzutage kaufen. Und dann müssen Sie das Wundermittel finden, das dem Auftraggeber unter allen anderen Flaschen im Regal sofort auffällt …und die Wettbewerber schlecht aussehen lässt.“

Das taktile Erlebnis ist auch von äußerster Bedeutung. Bezaubernde Wellen und Verwirbelungen dominieren die filigrane Glasflasche für Maison Ferrand Sélection des Anges Cognac, und himmlische Engelchen fördern diesen Reiz. Das preisgekrönte Design von Compass Box No Name sieht etwas irdischer aus, mit geprägten Rauchverwirbelungen, die aus einem Tempel aufziehen und sowohl auf der hübschen schwarzen Kartonverpackung als auch dem Etikett erscheinen, eine Anspielung auf die Alchemie und die magische Mischung der Zutaten. „Fühlbarkeit ist bei unserer laufenden Partnerschaft mit Compass Box ersichtlich“, sagen Shaw and Bell. „Wir haben für die Marke im letzten Jahrzehnt ein Portfolio von großer Erzählkunst aufgebaut, mit ihrer Handschrift. Das Kernelement dieser Packung ist das speziell ausgewählte Papier, das starke Reliefprägung und Blindprägung mit perfekter Druckfarben- und Folienanwendung ermöglicht. Die Auswahl des Etikettenpapiers und der Papiersorte ist für uns bei allen Etikettenprojekten, die wir für unsere Kunden übernehmen, von größter Wichtigkeit, um unser Marken-Storytelling zu ergänzen.“

Stranger & Stranger sucht sorgfältig nach Lösungen, die die einzigartigen Merkmale einer Marke und ihre Produktvielfalt hervorhebt. Für die Whiskeys von Redwood Empire bedeutete dies, den Philosophen und Naturalisten John Muir (einen großen Verfechter von Küstenmammutbäumen) in vielen Formen abzubilden – in Holzschnitt-Druck, in einfarbigen Illustrationen. Im Gegensatz dazu lag die harte Arbeit beim Aperitif Italicus Rosolio di Bergamotto im Design der Flaschen, das auf die Innovationen im Glashandwerk in der Mitte der 1920er Jahre zurückgreift, im Zuge derer die automatisierte Flaschenproduktion begonnen hatte. Diese handgefertigten Flaschen haben oft ein zweites Leben: „Wir haben viele Riesenerfolge“, sagen Shaw und Bell, „aber wir sehen erst dann einen wirklichen Erfolg in der Marke, wenn Menschen beginnen, die Flaschen in Lampen umzufunktionieren, oder sich von der Marke ein Tattoo stechen lassen.

The Kraken (die Krake) wurde bei vielen Menschen tätowiert und davon wurde auch ein ganzes Sortiment produziert– inklusive einem Duschvorhang und einer Lampe.“

Zusätzlich zu den Auftragsarbeiten fertigt das Studio jedes Jahr für Weihnachten Produkte in begrenzter Auflage als Kundengeschenke an. Interessanterweise unterscheiden sich diese selbstinitiierten Projekte wie die Magenbitter Absinthe no. 12, Spirit no. 13 und Bitter & Twisted nicht groß in Einstellung und Anspruch, was auf den Respekt hinweist, den sie von ihren Kunden in den 25 Jahren an Dienstleistung in „einem der schwierigsten Märkte überhaupt“ erlangt haben.

Shaw und Bell behaupten, dass es bei Alkohol für Verbraucher selten die Gelegenheit für „eine heimliche Kostprobe“ vor dem Kauf gibt und dass die Flaschen zuweilen mit nicht weniger als 1000 anderen im Wettbewerb stehen. Jeder Weinbauer „verspricht die gleiche reiche fruchtige Ergänzung zu Ihrem Fleischgericht“, und die Verbraucher „bilden sich ihre Meinung über den Inhalt, einzig auf Basis von dem zehn Zentimeter großen Stück Papier. Stellen Sie sich vor, alle Bücher und Magazine in den Buchhandlungen hätten die gleiche Übersicht auf der Rückseite und Sie dürften nicht ins Innere schauen.“

Mensch und Papier

„Bei Wein geht es darum, auf der Erde und vor Ort verwurzelt zu sein. Wir versuchen das ausziehen Etikettendesign zurück. Es geht wirklich nur um den Wein.“ Für Fernando Gutiérrez geht es bei Design um Beziehungen, den Dialog und darum, Dingen einfach die Möglichkeit zu geben, für sich selbst zu sprechen.

Von John L. Walters.
Fotografiert von Robert Billington

Fernando Gutiérrez ist ein „Designer des Designers“, dessen durchdachte Arbeiten für Auftraggeber in der Welt der Magazine, Museen, Luxusgüter und Weinmarken einen fast unmerklichen Einfluss hatten. Geboren in London von spanischen Eltern, studierte Gutiérrez in Großbritannien und hatte dort seine ersten Jobs. Berühmt wurde er aber erst, nachdem er Anfang der 90er Jahre nach Barcelona gezogen war. Er gründete zusammen mit dem befreundeten Designer Pablo Martín das Designstudio Grafica und gestaltete Tentaciones, ein Wochenendmagazin als Beilage zur spanischen Tageszeitung El Pais.

Im Jahre 1995 war er Mitbegründer von Matador, einem bemerkenswerten unabhängigen Jahresmagazin, das Auszeichnungen gewann und Anhänger fand und zu vielen weiteren angesehenen Projekten führte. Im Jahr 2000 trat Gutiérrez in London dem Designbüro Pentagram als Partner bei. Im Jahre 2006 verließ er dieses Büro, um sein eigenes Studio im Norden Londons zu eröffnen. Zu seinen prominentesten Auftraggebern zählen das Prado-Museum in Madrid und das Design Museum in London, aber auch viele weitere Projekte, große und kleine, zeugen von seiner einzigartigen Mischung aus Begeisterung und Anspruch. Zu den neueren Arbeiten zählen das Logo für den Fedrigoni Top Award, Kataloge für bildende Kunst und Fotografie für private und öffentliche Galerien weltweit, Ausstellungsgrafiken, ein Parfümflakon für Givenchy, Arbeiten für das legendäre Restaurant El Bulli und Kataloge und Ausstellungsgrafiken für das Museum der schönen Künste von Bilbao, dem Centro Botín in Santader und dem Club Matador, einem Club privater Mitglieder in Madrid, in welchem der Geist des Matador-Magazins weitergeführt wird.

Im letzten Spätsommer, an einem regnerischen Tag im Norden Londons, setzte sich Gutiérrez hin, um sein Interesse am Design von Weinetiketten zu besprechen – eine langjährige Leidenschaft, die er als eine andere Form der redaktionellen Gestaltung ansieht.

Zu seinen Kunden in der Getränkeindustrie zählen The Botanist Gin, die Weinkellerei Poças, die Kellerei Alta Alella, die Kellerei Valdesil, das Weingut MonteRosola, die Kellerei Domaine La Casenove Winery, Punch und sein langjähriger Kunde und Freund, der spanische Weinbauer Telmo Rodríguez.

John L. Walters: Ihr erstes Weinetikett für Telmo Rodríguez war ganz anders, sehr typografisch …
Fernando Gutiérrez: Ja, weil ich noch nichts über das Weingeschäft wusste. Ich wollte etwas Überzeugendes tun, etwas, das hervorsticht.

Ich vermute, Sie wussten, dass es ein Qualitätswein war?
Ich wusste nicht einmal, ob er von guter Qualität war! Ich verließ mich auf Telmo und er war im selben Alter wie ich. Seine große Leidenschaft war der Wein und die Kultur des iberischen Weins und er wollte etwas anderes machen. Seine Familie besaß ein wunderschönes Weingut in Rioja. Telmo traf eine mutige Entscheidung und zog weg vom Familienunternehmen, um selbst ein eigenes neues Weinprojekt zu starten; er wollte Weine an verschiedenen Orten der Iberischen Halbinsel herstellen und Rebsorten sowie landwirtschaftliche Traditionen wiederentdecken, die verloren gegangen waren. Er kaufte ein Feld in Toro mit Weinreben und musste dieses bewirtschaften.

Ich habe einfach meine Ansicht ausgedrückt, wie für mich Wein aussehen sollte. Ich klebte eine trockene Transferfolie direkt auf die Flasche und machte eine Skizze darauf. Und ich schickte ihm das per Post – eine echte Flasche, damit er es sich vorstellen konnte! Heutzutage ist alles digital.

Man überprüft beinahe alles auf dem Bildschirm. Dieses Päckchen half ihm an das zu glauben, was er tun wollte.

Ich bin fasziniert von der Einfachheit Ihrer Etiketten, oft nur ein Buchstabe, ein einzelnes grafisches Gebilde …
Wir versuchen, es so weit wie möglich zu reduzieren, es geht ja eigentlich um den Wein. Es kommt nicht so sehr auf das Design an. Ich möchte nur das Projekt vervollständigen. Die Weinkäufer kennen Telmo. Das Design hilft, aber es liegt tatsächlich an ihm, das Projekt zu erklären, was er tut und wie er es tut. Er steht sehr nahe an der Vertriebsseite.

Wie weist Telmo Sie ein?
Es gibt ein Gespräch, in dem er über seine Hoffnungen und Visionen für jedes Weingut und die örtliche Geschichte spricht. Gestaltung visualisiert unsere Gedanken.

Er wird als eine Person wahrgenommen, die zeitgenössischen Geschmack hat …
Da haben Sie Recht. Er denkt international, aber er möchte eine einzigartige Weingeschichte überSpanien und die Iberische Halbinsel verbreiten. Bei Wein geht es darum, mit der Erde und der Heimat verwurzelt zu sein. Die gesamte Iberische Halbinsel, inklusive Portugal, erlebte eine Renaissance bei der Weinherstellung. Telmo kaufte weiter Weingüter auf, die ganz unten waren, schaute sich nach Gebieten um, die für die Weinherstellung nicht so berühmt waren, aber Potenzial hatten. Für viele seiner Weine war er ein Vorreiter.


Alan Kitching für das Matallana-Etikett zu nutzen war eine Überraschung: ein sehr britischer Buchdruck-Entwurf von Holzbuchstaben.
Ich habe mit Alan an der Entwicklung einer Aufmachung für Matallana gearbeitet. Aber wir entwickeln die Etiketten kontinuierlich weiter. Wir möchten, dass Matallana einer der klassischen Riberas wird, daher ist es für uns ein fortwährendes Projekt.

Ich beziehe gerne Menschen mit ein, die nichts mit Wein zu tun haben. Ich weiß jetzt etwas mehr über Wein, aber als ich damit begonnen habe, wusste ich nichts, und ich denke, dass das einen frischen Kick und eine andere Perspektive hineinbringt.

Erzählen Sie mir etwas über die anderen Mitarbeiter.
Ich habe mit den Illustratoren Andrew Davidson [Duratón], Chris Wormell [Monte Rosola] und Sean Mackaoui zusammengearbeitet. Sean ist ein Schotte, der in Madrid wohnt, und tolle Collagen macht. Er half mir bei dem Entwurf für Lanzaga.

Mit Valdesil (Valdeorras) wollte ich etwas sehr Emotionales und Abstraktes machen. Dieses Land besteht komplett aus Granit und Schiefer. Es ist eine einzigartige Weinregion, die bis in die Römerzeit zurückreicht, dem Atlantik zugewandt. Es ist ziemlich schwierig, dieses Gebiet zu bewirtschaften, weil es aus steilen Hängen besteht, die zum Fluss hinuntergehen. Sie haben eine Traubensorte, die Godello, auf die die Weinwelt total abfährt.

Stellen diese Linien den Schiefer dar?
Ja, das ist so eine Art Hard-Edge Zeichnung.Ich habe das gezeichnet, weil kein Budget da war und man einfach mit dem zurechtkommen muss, was man zur Verfügung hat.

Mir hat die Bleistift-Handschrift auf den Etiketten von Valderroa Carballo und Montenovo für Valdesil gefallen.
Es sieht hart, modern, elegant aus, und dann stellt der Bleistift einen netten Kontrast dar, eine handgemachte Grenze.

Welchen Herausforderungen stehen Weingüter gegenüber?
Dem Vertriebsaspekt. Sie verlassen sich auf andere Menschen, um für sie zu verkaufen. Sie stehen im Wettbewerb mit großen internationalen Unternehmen. Es ist wirklich hart. Es ist wirklich, wirklich hart, wenn man herausstechen und authentisch sein möchte. Es ist intensiv. Man darf nicht blauäugig an die Sache herangehen.

Matador und redaktionelle Gestaltung

Matador war ein Wendepunkt in Ihrer Karriere, richtig?
Matador war für mich eine große Sache, hier konnte ich alle meine redaktionellen Ideen an einem Ort unterbringen. Es ist so etwas wie ein Buch, es ist ein Magazin, es ist Kunst und es ist Kultur. Das kam bei der Arbeit mit El Pais zum Ausdruck. Als ich künstlerischer Leiter von Tentaciones war, verließ Albert Anaut, der stellvertretende Herausgeber von El Pais, der Zeitung. Eines der neuen Projekte, die er in Angriff nehmen wollte, war ein Kustmagazin. Wir dachten, Matador sei ein guter Name – spanisch, aber international. Er hatte die großartige Idee, eine Kulturzeitung zu machen, aber mit ausreichend Zeit, nur eine Ausgabe pro Jahr. Wir hatten ein großes Format. Es ging uns einzig und allein um einen schönen Druck.

Ihr Engagement im Weinbereich begann mit Matador, als Sie mit den Künstlern Sean Scully und Sol LeWitt Etiketten kreierten …
Für Abonnenten arbeiteten wir mit einem spanischen Weinhersteller zusammen, um eine limitierte Auflage herzustellen. Sie bezahlten für den Wein. Bei jeder Ausgabe von Matador hatten wir ein Skizzenbuch, wie wir es nennen, in dem wir mit einem zeitgenössischen Künstler zusammenarbeiteten. Wir verwendeten eines der Bilder und benannten den Wein nach dem Künstler hinter der jeweiligen Ausgabe.

Wir baten Telmos Vater Jaime Rodríguez um Wein für die erste Ausgabe. Als er uns das Projekt übergab, sagte er: „Ich möchte, dass der Kerl, der Matador herausbringt, mir dabei hilft, mein neues Weinprojekt zu starten. Wir werden es unter der Bedingung machen, dass der Designer mit mir zusammenarbeitet.“

Eine schöne Verbindung zwischen redaktioneller Gestaltung und Wein!
Genau. Und es ist redaktionelles Design, und Wein ist vollkommen redaktionell. Matador war der Beginn eines großen Kunst- und Kulturprojektes in Spanien, ansässig in Madrid. Es wurde ein Fotofestival, es wurde so vieles. Es hat viele Events, es hat einen Kurs für Kunstmanagement für Studierende, so was wie ein Masterstudiengang. Es hat einen Shop. Es hat einen eigenen Club in Madrid. Sie sind am Madrid Design Festival PHotoESPAÑA beteiligt. Matador war der Resonanzboden, das Sprungbrett für all diese unterschiedlichen kulturellen Projekte. Es ist auch ein Verleger. La Fábrica veröffentlicht Bücher, hauptsächlich über Fotografie.

Waren Sie versucht, mehr Fotografie bei Ihren Weinetiketten zu verwenden?
Ich mag keine Fotografie auf Etiketten. Es hat für mich kaum jemals funktioniert. Trotzdem gibt es eines, das ich sehr mag, Valderiz. Ich liebe die Fotografie, aber auf Etiketten sieht sie gruselig aus. Es ist zu viel.

Sehen Sie sich heute in einem Weinhandel um, und Sie werden viele Gesichter auf Etiketten vorfinden.
Wenn man ein Gesicht drauf hat, wird man den Wein verkaufen. Wenn das Gesicht einen direkt anschaut, wird man noch mehr verkaufen, wie bei der Vogue. Auf allen Modemagazinen sind Gesichter, warum also nicht auch auf Wein? Aber das ist nicht mein Ansatz. Dieses Konzept tut etwas mit dem Fotografen. Es fühlt sich nicht richtig an.

Prado

Erzählen Sie mir etwas über das Prado-Museum und in welchem Bezug es zu Etiketten steht.

Das Prado-Museum ist eines der genialsten Museen der Welt. Ich habe schon immer mit Fotografie, Illustration, gearbeitet, aber das war Arbeit mit feinster Kunst und den großen Meistern, und das führte mich in eine ganz andere Welt, die ich liebe. Was ich tun wollte, war etwas Anonymes von guter Qualität zu schaffen.

Wir taten Dinge, die unsichtbar waren. Wir modernisierten das gesamte Museum, ohne dass die Leute dies unbedingt erkannten.

Hatten Sie vor, etwas Neues zu erschaffen?
Ja und Nein. Sie hatten sechs oder acht Logos.
 Sie hingen in der Vergangenheit fest und waren sehr akademisch. Es gab einen schrecklichen Souvenirladen. Es dauerte zehn Jahre, um dies zu lösen. Allmählich musste wir sie davon Überzeugen, dass Gestaltung Vorteile besitzt, da sie uns als oberflächlich ansahen. Und du denkst dir so: „Nein, dieses kleine Büchlein wird großartig werden. Der ganze Text wird leserlich sein; es wird alles passen, es wird alles in Ordnung sein.“

So kam ich wirklich zur klassischen Kunst. Es ist wunderschön, mit Bildern zu arbeiten. Sie haben einen Tizian oder einen Raphael oder wen auch immer, Vermeer … man kann so viel mit so wenig tun. Das Bild sagt dir, je nach Format, was zu tun ist, und dann beginnst du von dort. Wir gestalteten ein gesamtes Gebäude in einem Tizian – das kann nicht schiefgehen! Wir hatten The Bacchanal [of the Andrians] direkt gegenüber von dem Gebäude im Zentrum von Madrid. Riesengroß. Es muss ein ungefähr acht Stockwerke hohes Gebäude gewesen sein und es war atemberaubend. Das ist für mich Grafik. Alles führte mich zum Prado-Museum.

Es geht um Beziehungen, darum, bei dem zu bleiben, was man liebt und was einem Spaß macht.

Paper Box

„Wir mussten sie anfertigen, um zu wissen, dass es funktionieren würde. Für Papier kann man nur eine bestimmte Zeit lang am Bildschirm entwerfen.“ Das Londoner Studio Graphic Thought Facility konzipierte und gestaltete für Fedrigoni die minimalistischmaximalistische Paper Box.

Von John L. Walters.
Fotografie von Angela Moore

Es gibt einen Aphorismus, der Albert Einstein zugeschrieben wird: „Alles sollte so einfach wie

möglich sein – aber nicht einfacher.“ Dieser Gedanke trifft auch auf die neue Paper Box von

Fedrigoni zu, ein Schuber mit Büchern, die Papiermuster enthalten. Paper Box wurde von der Londoner Agentur Graphic Thought Facility (GTF) entworfen und ist ein einzigartiges Fedrigoni-Papiermuster – eine zurückhaltende, aber stillschweigend spektakuläre Leistung in Design, Druck und Produktion.

Einerseits ist es ein einfaches Werkzeug, das jeder Designer, Drucker und Planer gerne in seinem

Regal vorfinden möchte. Auf der anderen Seite ist es ein exquisites Designobjekt, ein angenehm schwerer schwarzer Obelisk, der zu einer minimalistischen Designikone für stilvolle Fotoaufnahmen werden könnte. Und doch ist er auch maximalistisch und „kompletistisch“.

Die drei Musterbücher, die in die mattschwarze Außenhülle (oder Schuber) passen, zeigen alle weißen ungestrichenen, alle farbigen ungestrichenen und alle gestrichenen Papiere (farbig oder weiß) aus der breiten Palette der von Fedrigoni in Italien hergestellten Papiere.

Paper Box ist so einfach wie es sein kann, aber eben nicht einfacher!

Für diejenigen, die die Arbeit von GTF seit Anfang der 1990er Jahre beobachtet haben, ist klar, dass das Studio perfekt für diese Aufgabe geeignet ist. Unter der Leitung der Direktoren Paul Neale, Andy Stevens und Huw Morgan hatten die Entwürfe des Studios schon immer einen ausgeprägten Sinn für Materialien, die in Bereichen wie bildende Kunst, Museen, Einzelhandel, Leitsystem und Kunstverlag verwendet werden.

Dies ist jedoch der erste Auftrag, den GTF für ein Papierunternehmen umsetzt, und das Studio hat die Aufgabe mit der gewohnten Sorgfalt und dem üblichen Eifer in Angriff genommen. Paper Box ist das erste von mehreren neuen Produkten, die sie für Fedrigoni entwerfen, darunter Musterbücher, Poster und eine phantasievolle Bildbibliothek.

Der Auftrag zur Herstellung von Paper Box ergab sich aus Fedrigonis Bedürfnis, einen einzigen Gegenstand herzustellen, der für alle Personen, die wahrscheinlich Entscheidungen über Papier treffen, erreichbar ist, egal wo auf der Welt sie sich befinden. Bisherige Musterbücher haben sich mit getrennten Papiersortimenten befasst, die oft in verschiedenen grafischen Sprachen an Kunden gerichtet waren oder deren Inhalt auf bestimmte Sektoren oder Kulturen ausgerichtet war. Der Ansatz der GTF vermeidet jegliche kreative „Stupser“ oder Einflussnahme zugunsten von Nützlichkeit und Praktikabilität. Die Aufgabe, zu zeigen, wie sich unterschiedliche Papiersortimente und -gewichte beim Bedrucken mit Text und Bildern verhalten, wurde einem umfangreichen Satz von Plakaten und der Bildbibliothek überlassen, über die später noch mehr zu berichten sein wird.

Ein Buch in einer Box

Von Anfang an war die GTF bestrebt, Paper Box wie ein Buch zu gestalten – etwas, das man in Ehren hält und aufbewahrt – und nicht wie ein kurzlebiges Marketingobjekt. Für die Umsetzung fragten sie von jeder Papiersorte ein Muster an, damit sie mit den jeweiligen Materialien arbeiten konnten. „Der erste Prototypentstand aus einem alten Buch, das wir aus unserem Bücherregal gegriffen haben“ , sagt Paul Neale von GTF. „Wir brachten es zu einer örtlichen Druckerei, wo es in drei Teile geschnitten wurde. Dann führten wir einige Klebe- und Bindeversuche durch“, so Paul Neale. Aus seiner Sicht sei das nützlichste Designwerkzeug für die Herstellung der Paper Box das Tabellenkalkulationsprogramm Excel gewesen, mit dem er und der GTF – Designer Alexander Ecob jedes Fedrigoni – Papier in drei Bücher mit 62.5 mm breiten Rücken sortiert haben, die genau in den Schuber passen würden.

„Da steckt eine ganze Menge Mathematik drin“ , sagt Neale. Alex war hier der König der Tabellenkalkulation“, sagt Neale. Während sie die Hälfte ihrer Zeit damit verbrachten, die Auswahl der Papiere auf diese Weise auszuarbeiten, beschäftigten sie sich die andere Hälfte damit, Prototypen der Musterbücher zu erstellen.„Wir mussten sie einmal anfertigen, um zu wissen, dass es funktionieren würde“, sagt Neale. „Man kann nur eine gewisse Zeit lange für Papier am Bildschirm entwerfen.“

Dem GTF-Team war bewusst, dass ein Musterbuch zum Verkauf von Rohmaterialen dient und dass das Design zurückhaltend und einfach sein musste. Sie wählten die Schrift Forma wegen ihrer „starken und gewichtigen Formen“ . Der Schuber (Schachtel) der Paper Box besteht aus Karton mit Schwarzkern Inlay, der außen mit Imitlin Fiandra Nero 125 g/m2 ausgekleidet ist. Neale und Stevens von GTF sind seit langer Zeit begeisterte Benutzer von Imitlin. Es handelt sich um ein bewährtes ‚Go-To‘-Überzugmaterial“, sagt Neale. Es ist nicht nur robust, es fühlt sich auch robust an. Dass dieser Artikel seit mindestens fünf Jahrzehnten in der Fedrigoni-Kollektion vertreten ist, wissen die Designer zu schätzen. Um Paper Box zu fördern, hat die GTF in Zusammenarbeit mit Kristian Andrews vom Studio AKA eine kurze Animation erstellt, die die Schönheit und den Nutzen des Buches demonstriert. Der 25-sekündige Videoclip wird durch einen einnehmenden Percussion-Soundtrack unterstrichen, den der Komponist Dave Pape aus dem Geräusch von umgedrehten Papierseiten schuf – ein Geniestreich des digitalen Marketings für ein resolut taktiles, analoges Produkt.

Traumlandschaft aus Bildern

Als Ergänzung zu Paper Box, das den Schwerpunkt auf die Materialität des gesamten Fedrigoni-Papiersortiments legt, wurde die GTF auch mit dem Aufbau einer Bildbibliothek beauftragt. Diese soll zeigen, wie verschiedene Bilder, Texturen und Designs auf verschiedene Papiere gedruckt werden können. Wenn ich ein weißes ungestrichenes Papier habe, was muss ich dann noch zeigen?‘, fragt Neale rhetorisch. Durch das Darstellen einer einheitlichen Familie von Bildern zeigt die Bildbibliothek den Papierspezifizierern, wie die Bilder auf unzähligen Papieren reproduziert werden, wobei verschiedene Druckverfahren wie normaler Litho-, UV- und Indigo–Digitaldruck zum Einsatz kommen. Neale erläutert GTFs Herangehensweise: „Wir verwenden die Idee der Leiter und mischen sie mit den Farbkontrollstreifen der Drucker, um eine Familie von Leitern herzustellen, die wir für die Fotografie verwenden können und die wir zu Illustrationen und anderen grafischen Darstellungen erweitern können“. GTF verzichtete auf ein computergestütztes Design zugunsten der Schaffung einer Leiter in Originalgröße mit farbigen Streifen, die als Kontrollkarte fungieren könnte, während sie die Reproduktion kalibriert, und platzierte sie innerhalb eines dreidimensionalen Sets mit Wänden und einem Fenster. Sie fertigten auch eine Maquette des Sets an, die es ermöglichte, viele Varianten zu schaffen-Landschaften, die durch das Fenster betrachtet werden, geometrische Objekte, Hände, eine Katze und 3D-Farbkleckse, die durch den Raum fliegen, sowie viele Variationen von Leitern in verschiedenen Farben und Größen. Das Ergebnis ist eine einnehmende Bilderserie, die auf der Form und dem Umriss einer Leiter basiert. Das Leitersymbol ist auf jedem Fedrigoni-Produkt zu sehen, eingebettet in das Wappen des Unternehmens, und es ist ein Symbol für Verona, das auf das dreizehnte Jahrhundert zurückgeht. Diese Bilder erinnern sowohl an den Surrealismus als auch an den italienischen Stil, eine traumhafte Verschmelzung von Giorgio de Chirico und der Memphis- Gruppe mit einem Augenzwinkern an die Renaissance. Die Testbilder können dazu verwendet werden, die Art und Weise zu demonstrieren, wie sich Bilder verändern, wenn sie auf farbiges oder unbeschichtetes Papier gedruckt werden, sowie die Auswirkungen von Überdrucken durch Fotografie, Illustration, Linienführung, Textur und Muster.

Das GTF-Team hatte nicht den Wunsch, seinen Geschmack den Papierkunden – die aus vielen verschiedenen Kulturen und Stiltraditionen stammen können– aufzuzwingen. Eine Reihe von Sirio-Siebdruckplakaten gibt den Kunden die Möglichkeit, eine Mischung aus Bild-, Farb- und Farbpapieren in verschiedenen Kombinationen zu sehen, während die Sirio-Musterbücher zeigen, wie sich die Papiere beim Lithodruck verhalten.

Das Fedrigoni-Briefing hat die Begeisterung von GTF für die Papiere bestätigt, für die ihr Paper Box- Design wirbt. Was GTF an der Zusammenarbeit mit dem Unternehmen begeistert, ist die vertikale

Natur ihres Geschäfts: sowohl die Herstellung als auch der Verkauf von Papier. Neale sagt: „Wir hatten schon mit Papierhändlern Probleme, die plötzlich die Papierfabrik gewechselt haben, oder sie haben das Papierrezept geändert und uns nichts davon erzählt. Fedrigoni stellen seit

Jahrzehnten in ihren Fabriken selbst Papier her. Diese Kontinuität ist der Grund, warum wir als Anwender immer wieder zurück kommen.

Papier und Planet

Die neue Serie von Pulp über Nachhaltigkeit

Ein Interview mit Chiara Medioli von Fedrigoni über die Herausforderungen, Umweltbelange bei der Empfehlung, Auswahl und Verwendung von Papier zu verstehen.

Von John L. Walters.
Illustrationen von Rob Lowe aka Supermundane.

Die Zutaten und das Rezept

„Das Engagement von Menschen für Nachhaltigkeit wird nach der durch die Pandemie verursachten Krise stärker sein“, sagt Chiara Medioli von Fedrigoni. Unternehmen stehen im Fokus, wenn es um nachhaltige Verpackung und Materialien geht – egal ob es sich um große Hersteller wie Fedrigoni handelt, um berühmte Marken, die Papier und Karton zur Kommunikation und als Verpackung verwenden, oder um kleinere Firmen wie Designstudios, die eine entscheidende Rolle in der Spezifizierung von Materialien und der Beratung zu deren Verwendung und Verbrauch spielen. Wir müssen uns daher gut überlegen, welches das richtige Papier für jede Aufgabe ist. Manchmal ist frisches, nicht recyceltes Papier für ein Buch oder einen Kunstkatalog, welche über Jahre hinweg liebevoll gehütet werden, die beste Wahl; und manchmal ist recycelter Karton die vernünftigste Option für einen Verpackungsgegenstand, der direkt nach Gebrauch weggeworfen wird. Medioli verwendet den Vergleich eines guten Kochs, der sich um die guten Zutaten kümmert, aber auch sensibel auf die Gäste eingeht, die das konsumieren, was er zubereitet. „Manchmal denken Menschen, dass sie bei der Beschaffung von Zutaten alles tun, was sie können. Aber wenn sie etwas Unverdauliches kochen (d.h. nicht wiederverwertbares), dann ist es das Problem von jemand anderem.“

Um Papier zu verstehen, muss man verstehen, woraus es hergestellt wird und welche Rolle die Rohstoffe im großen ökologischen Gesamtbild spielen. „Wir verwenden Wasser, Mineralien und Zellstoff zur Papierherstellung“, sagt Medioli. „Man verwendet Wasser, und es geht zurück in den Kreislauf. Die Mineralien (für beschichtetes Papier) sind größtenteils Kalziumkarbonat, im Grunde gemahlener Stein, und Steine gibt es ja genug.

Der dritte Rohstoff ist Zellstoff, der aus der wundervollen Maschine namens Baum stammt und erneuerbar ist.“

Fasern und Wälder

Medioli erklärt, dass Menschen sich seit mindestens 2000 Jahren auf Wälder verlassen und deren Holz für den Schiffsbau, den Hausbau und zur Energiegewinnung verwenden. Heute macht die Papier- und Kartonproduktion zwölf Prozent der weltweiten Holzproduktion aus. Es liegt im Interesse jener, die die Wälder der Welt bewirtschaften, dass Bäume gesund sind und schnell wachsen: Während der Wachstumsphase (die ersten zehn oder 15 Jahre) nimmt der Baum das meiste CO2 aus der Atmosphäre auf.

Bei der Papierherstellung handelt es sich im Wesentlichen um eine elektrochemische Reaktion zwischen Fasern, die das Papier zusammenhält.

Bäume für Zellstoff zu verwenden ist eine relativ neue Entwicklung. Ursprünglich stammten die Fasern aus Baumwoll-, Hanf- und Leinentüchern – in der Vergangenheit aus aussortierten Kleidern und in jüngster Zeit aus den feinen Härchen um Wattestäbchen herum, nachdem sich die Textilindustrie die besten, längsten flauschigen Fasern genommen hat. Das sind wirkliche Beispiele für „Kreislaufwirtschaft“, denn die Fasern sind lang genug, um in Wasser eingeweicht und geschlagen zu werden; dann verweben sie sich auf natürliche Weise in einem zufälligen Muster. Aber sie sind teuer. Der Prozess der Verwendung von Zellstoff aus Holz wurde im späten 18.

Jahrhundert entdeckt. Holz war günstiger und konnte die große Nachfrage nach all dem Papier befriedigen, das für Bücher und Zeitungen nach der industriellen Revolution benötigt wurde, als die Schulbildung sich im Westen immer mehr verbreitete. Leistung, Wert und Schönheit: Wählen Sie zwei Die Nachfrage nach Papier aus gut bewirtschafteten, zertifizierten Wäldern kam zuerst aus Verlagsgesellschaften, die den Druck von Interessengruppen wie Greenpeace und dem World Wildlife Fund sowie von ihren eigenen Kunden zu spüren bekamen.

Dann folgte der Verpackungssektor. Jedoch kann eine unreflektierte Begeisterung für recycelte Materialien eine Herausforderung in Bezug auf Qualität und Nutzen darstellen,

die nicht immer verstanden wird – insbesondere, wenn Leistung und Ästhetik mit ins Spiel kommen.

Die technischen Labore von Fedrigoni haben zahlreiche Tests in Bezug auf Falten und Knittern durchgeführt und dabei zweifelsfrei festgestellt, dass Papier aus frischen Fasern aus gut bewirtschafteten Wäldern dreimal widerstandsfähiger gegen wiederholtes Falten ist. „Das Problem bei recycelten Fasern ist, dass man sie an eine zentrale Stelle zurückbringen muss“, sagt Medioli. „Man könnte sich dafür entscheiden, sie zu entfärben, aber was man auch immer zu tun gedenkt, man muss sie wieder in den Pulper geben: Man zerkleinert sie erneut und dabei werden die Fasern kürzer.

Das kann man nur sieben Mal durchführen; danach sind die Fasern so kurz, dass sie sich nicht mehr biegen. Da recyceltes Papier keinen Aufkleber trägt, auf dem steht, dass es bereits dreimal recycelt wurde und nur noch zwei Anwendungsmöglichkeiten verbleiben, muss Recyclingpapier eine Mischung aus neuen und alten Fasern sein, um zu funktionieren.

Je höher der Anteil an Recyclingpapier, desto geringer die Leistung des Papiers.“

Medioli ist sehr daran interessiert, dass Papierverwender verstehen, dass Recyclingpapier (das aus Altpapier [post-consumer waste] gemacht wird) idealerweise grau oder braun gelassen wird, was für Versandboxen oder für Schuhkartons – ein viel größerer Markt als der Spezialpapier bereich – in Ordnung ist. „Wenn man aggressive Bleichverfahren verwendet, um das Papier weiß zu machen, hat man am Ende eine geringere Leistung und höhere Umweltbelastung, da das Papier mehr Wege zurückgelegt hat und im Wasser wegen des Chlors mehr Abfall ist.“ Eine Form von Recyclingpapier, das dieses Problem umgeht, wird aus „Altpapier [pre-consumer waste]“ gemacht. „Solch ein Papier“, erklärt Medioli, „wird aus recycelten Fasern oder Papierresten von jemandem, der noch nicht darauf gedruckt hat, oder aus Resten von gestanzten Umschlägen hergestellt und ist nur einen Schritt nachgelagert“.

Designer und Marken müssen bei der Auswahl ihrer Materialien genau über ihre Prioritäten nachdenken. Medioli sagt: „In der Welt der Märchen hätten Sie eine sagenhafte Leistung auf 100 Prozent recyceltem Papier mit einem wunderschönen, farbbeständigen Erscheinungsbild. Das gibt es nicht!“

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